Ist Tarot eine Sünde? Spirituelle Praxis zwischen Glaube und Erkenntnis
Für viele spirituell Suchende ist Tarot ein Werkzeug der Selbsterkenntnis, ein Spiegel innerer Prozesse und eine Brücke zum Unbewussten. Für andere – insbesondere im konservativ-religiösen Umfeld – gilt es als „Sünde“ oder sogar als gefährliche okkulte Praxis. Besonders das Christentum wird oft als unvereinbar mit Tarot oder anderen symbolischen Systemen dargestellt. Aber stimmt das wirklich? Dieser Artikel geht der Frage nach: Ist Tarot wirklich eine Sünde? Oder ist es Zeit für eine neue Sichtweise auf spirituelle Praxis?
Was sagt die Bibel wirklich über Wahrsagung und Magie?
Die häufigste Kritik aus religiöser Sicht stützt sich auf Passagen des Alten Testaments. Besonders oft wird folgende Stelle zitiert:
5. Mose 18,10–12: „Es soll niemand unter dir gefunden werden, der Wahrsagerei treibt oder ein Zauberer oder ein Beschwörer oder ein Magier oder Bannungen vornimmt oder Geister beschwört oder Wahrsager oder Totenbeschwörer fragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Gräuel.“
Diese und ähnliche Verse werden oft als allgemeines Verbot aller Formen spiritueller Deutung interpretiert. Doch ein genauerer Blick zeigt: Die Bibel richtet sich hier nicht gegen jede Form innerer Erkenntnis, sondern gegen missbräuchliche Praktiken, die zur Kontrolle, Manipulation oder zur Kontaktaufnahme mit „anderen Göttern“ dienten – im Kontext religiöser Abgrenzung.
Die damaligen Verbote hatten vor allem ein Ziel: die Abgrenzung des Volkes Israel von kanaanitischen Kulten und magischen Riten, in denen auch Opfer und Geisterbeschwörungen eine Rolle spielten. Tarot in seiner heutigen Form als psychologisches Deutungsinstrument passt in diesen Kontext nicht.
Die Bibel kennt spirituelle Deutung – und verurteilt sie nicht grundsätzlich
Überraschenderweise gibt es in der Bibel auch viele Beispiele, in denen Deutung, Symbolik und Visionen als göttlich inspiriert gelten. Hier einige bedeutende Stellen:
Josef – der Traumdeuter (Genesis 40–41)
Josef deutet die Träume des Pharao – mit göttlicher Hilfe. Seine Fähigkeit wird als Gabe angesehen und rettet ein ganzes Volk vor der Hungersnot.
Daniel – der Visionär (Daniel 2)
Daniel deutet die Visionen von König Nebukadnezar, ohne Magie – aber mit spiritueller Tiefe. Auch hier wird Symbolik verwendet, um innere und politische Entwicklungen zu verstehen.
Die Offenbarung des Johannes
Das letzte Buch des Neuen Testaments ist voll von visionären Bildern, Symbolen und Archetypen: sieben Siegel, vier apokalyptische Reiter, das Tier, die Frau im Himmel – all das ist keine wörtliche Offenbarung, sondern tief symbolisch zu lesen.
Fazit: Die Bibel kennt und nutzt Symbolsprache, Träume, innere Bilder – und verurteilt sie nicht pauschal.
Tarot heute – zwischen Spiritualität und Psychologie
Moderne Tarotpraxis hat nichts mit dunkler Magie oder Geisterbeschwörung zu tun. Sie basiert auf:
Archetypen der Tiefenpsychologie (nach C.G. Jung)
Symbolischen Prozessen zur Selbsterkenntnis
Fragen, nicht Vorhersagen
Achtsamkeit, nicht Kontrolle
Tarot ist kein Mittel zur Manipulation, sondern ein Reflexionsraum. Es geht darum, sich selbst bewusster zu werden, innere Dynamiken zu erkennen und Entscheidungen mit mehr Klarheit zu treffen – nicht darum, die Zukunft zu zwingen.
Viele Praktizierende nutzen Tarot in Verbindung mit Glauben und Gebet – als offenes, wertfreies Instrument zur Deutung von Lebenssituationen. In dieser Form steht Tarot nicht im Widerspruch zum Glauben, sondern kann ihn vertiefen.
Spiritualität ist kein Widerspruch zum Glauben – sondern Ausdruck davon
Es gibt Christen, die Tarot ablehnen – und solche, die es integrieren. Beides ist legitim. Denn Glaube ist ein individueller Weg.
Die Frage sollte nicht lauten: „Ist Tarot eine Sünde?“, sondern:
„Womit gehe ich achtsam, aufrichtig und seelisch wach durch mein Leben?“
Tarot ist keine Religion, kein Ersatz für Gott – sondern ein Werkzeug für innere Dialoge. So verstanden, ist es kein Tabubruch, sondern eine Einladung zu tieferer Selbstwahrnehmung.
✨ Wahre Spiritualität basiert nicht auf Angst – sondern auf Verbindung, Vertrauen und innerem Lauschen.
Tarot ist keine Sünde – sondern eine Frage der Haltung
Wer Tarot nutzt, um sich selbst, seine Themen und Lebenszyklen besser zu verstehen, tut nichts Unheiliges. Es ist ein Werkzeug – nicht mehr, nicht weniger. Wie bei jedem Werkzeug kommt es auf die Absicht, Achtsamkeit und Verantwortung an.
Wer Tarot mit Respekt, Bewusstsein und ethischer Haltung nutzt, missbraucht nichts Heiliges – sondern öffnet sich vielleicht einem neuen Blick auf das, was in uns und über uns wirkt.
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