📺 Das Medien-Synchronspiel
Eine experimentelle Methode zur Beobachtung von Synchronizität im linearen Medienfluss
🧭 Ziel der Methode:
Das Medien-Synchronspiel ist ein bewusst angelegtes Experiment, bei dem durch spontanes Umschalten zwischen TV-Kanälen, Radiofrequenzen oder Videoströmen symbolische Verbindungen zwischen unabhängig gesendeten Inhalten sichtbar gemacht werden sollen.
Dabei geht es nicht um inhaltliche Logik, sondern um:
symbolische Parallelen,
überraschende Übergänge,
sinnstiftende Eindrücke.
🔧 Vorbereitung
📌 Was du brauchst:
2–3 frei empfangbare Medienquellen (TV, Radio, YouTube-Livestreams etc.)
Eine Gruppe oder du allein (Gruppendynamik wirkt oft verstärkend)
Stille und bewusste Präsenz
Ein Notizbuch oder Protokollvorlage
🕯 Optional:
Fokusritual (z. B. Kerze, Karte, Intention)
Ein festgelegtes Thema (z. B. „Verbindung“, „Verlust“, „Neuanfang“)
→ Dies kann später zur Interpretation beitragen, ist aber nicht zwingend
🎲 Durchführung (klassisch analog)
Gib hier deine Überschrift ein
Beginne bei einem beliebigen Kanal
Lass ihn einige Sekunden wirken – keine Analyse, nur Wahrnehmung.Umschalten auf einen anderen Kanal
Spontan oder durch intuitives Signal (z. B. innerer Impuls, Timer, Zufallszahl)Beobachte die erste Szene im neuen Kanal
Achte auf:gesprochene Sätze
Symbole (z. B. Telefon, Fenster, Tiere, Farben)
visuelle Übergänge oder Gegensätze
Klang oder Tonfall
Protokolliere deine Wahrnehmung Besonders wichtig:
Was „passt“? Was scheint verwandt?
Gibt es ein Thema, das sich durchzieht?
Was fühlst du im Moment des Übergangs?
Wiederhole dies 5–15x → Je mehr Durchläufe, desto klarer wird ein mögliches Muster.
🧾 Strukturierte Protokollvorlage (Beispiel)
| Durchlauf | Kanal 1 | Kanal 2 | Beobachtetes Symbol | Thema | Gefühl / Reaktion |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Mann telefoniert | Telefon klingelt | Telefon / Kontakt | Kommunikation | Gänsehaut |
| 2 | Kind läuft weg | Polizei sirene | Flucht / Schutz | Gefahr / Instinkt | Enge |
Optional: mit Audioaufnahme oder Video-Mitschnitt ergänzen
🧠 Reflexion & Bedeutung
Stell dir nach der Session folgende Fragen:
Haben sich bestimmte Symbole wiederholt?
Gab es emotionale Reaktionen bei bestimmten Übergängen?
Zeigen sich Cluster (z. B. Familie, Verlust, Entscheidung)?
Spiegelt sich dein inneres Thema in der Medienfolge?
💡 Wichtig: Es geht nicht um „objektive Beweise“, sondern um subjektive Resonanz.
💬 Erweiterungen & Varianten
Themengebundenes Spiel: Starte mit einer gezogenen Tarotkarte oder Frage
Kollektives Spiel: Jeder in der Gruppe schaltet getrennt und berichtet später
Hybrid-Spiel: Wechsel zwischen digitalen und analogen Medien (z. B. TV → TikTok → Radio)
🧭 Einordnung bei SynchronSpirit
Das Medien-Synchronspiel gehört zur Kategorie:
Beobachtbare, aber nicht kausal gebundene Ereignisketten mit symbolischer Resonanz.
Es dient nicht der Unterhaltung, sondern der Feinjustierung der Wahrnehmung – und kann als Training für symbolisches Denken genutzt werden.
🔮 Perspektive
Die Medien unserer Zeit senden unablässig – doch manchmal scheinen sie zu antworten. Das Medien-Synchronspiel macht sichtbar, wo Bedeutung über Kausalität hinaus entsteht.
Die Frage ist nicht, ob du etwas siehst.
Sondern: Was siehst du, wenn du nicht suchst – sondern zuhörst?
🜃 Zum Ursprung des Pfads
🌙 Aus dem Resonanzraum von Alarik – urheberrechtlich geschützt
Dieser Beitrag ist Teil des Buchprojekts SynchronSpirit und wurde am 03. April 2025 auf alariktarot.com veröffentlicht.
Die Inhalte unterliegen dem Urheberrecht. Zitate sind willkommen – mit Angabe der Quelle.
Für Nachdruck, Übernahme oder redaktionelle Nutzung bitte Kontakt aufnehmen:
